Sektor und Märkte

Die Europäische Union (EU) hat sich ehrgeizige Ziele in ihrer Klima- und Energiepolitik gestellt - die sogenannten 20-20-20 Ziele. Bis zum Jahr 2020 sollen die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um 20 Prozent reduziert werden, der Energieverbrauch soll um 20 Prozent sinken und die Erneuerbaren Energien sollen einen Anteil von 20 Prozent am Stromverbrauch ausmachen. Diese nationalen wie europäischen Energieziele können nicht ohne eine abgestimmte Energiepolitik auf Ebene der EU erreicht werden. Dafür ist ein funktionierender Binnenmarkt auch in Deutschland und Frankreich von entscheidender Bedeutung.

Auf dem Weg zur Erreichung dieser Klima- und energiepolitischen Ziele in Deutschland genauso wie in Frankreich kommt der Baubranche und vor allem dem Gebäudebereich eine herausragende Bedeutung zu. In Deutschland stehen Gebäude für rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und verursachen rund ein Drittel der schädlichen Treibhausgasemissionen. Die Einsparpotenziale sind also gewaltig. Vor diesem Hintergrund müssen die Sanierungsaktivitäten in den kommenden Jahren stark beschleunigt werden. Im Neubau sind verstärkt Niedrigstenergiegebäude zu bauen, vor allem aber muss der Gebäudebestand umfassend energetisch saniert werden.

In Frankreich gilt seit dem 1.1.13 für alle neuen Gebäude die Wärmeverordnung RT 2012 (Réglementation thermique). Gegenüber der Vorgängerverordnung reduziert sich der maximal zulässige Energieverbrauch auf ein Drittel. Künftig dürfen im Durchschnitt nur noch 50 kWh pro Quadratmeter im Jahr verbraucht werden. Ambitioniertes Ziel der Regierung in Paris ist es, dass die Zahl der Wohnungen, die den neuen Bestimmungen zum energieeffizientem Bauen entsprechen, um eine Million pro Jahr steigt. Neubauten und Renovierung im Altbestand sollen je zur Hälfte daran beteiligt sein (vgl. http://www.ixpos.de/IXPOS/Navigation/DE/Ihr-geschaeft-im-ausland/Service/meldungen,did=775106.html?channel=red_ixpos_ixposnews).

Die energetische Sanierung bzw. der energieeffiziente Neubau von Gebäuden in Deutschland wie in Frankreich bietet als Kernidee der „Deutsch-Französischen Bauinitiative“ nicht nur große Chancen für den Klimaschutz, sondern vielmehr auch für die Beschäftigungs- und Marktpotenziale in den beiden Ländern. Im Jahr 2013 blicken Deutschland und Frankreich auf eine erfolgreiche 50-jährige Zusammenarbeit zurück (Unterzeichnung des Elysèe – Vertrages, am 22. Januar 1963), die von Beginn an von Vertrauen und Freundschaft geprägt war. Themen wie die wirtschaftliche Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit, die Bildung oder die Umweltpolitik und nachhaltige Entwicklung sind von Beginn an zentrale Inhalte. Dieser historische Hintergrund bildet den passenden Rahmen der ersten Fachtagung der „Deutsch-Französischen Bauinitiative“ und bietet damit die Möglichkeit, sich auf sehr konkrete Art und Weise mit der Energiewende auf dem Gebiet der Bauwirtschaft und den dadurch entstehenden Geschäftschancen für Unternehmen aus beiden Ländern auseinanderzusetzen.

 

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